Aktivkohlefilter
Der Aktivkohlefilter ist die letzte Stufe der Baureihe airclean, Farbkennzeichnung schwarz. Er senkt den Restölgehalt auf 0,003 mg/m³ und erreicht damit Öl 1 nach ISO 8573-1 – rund ein Drittel dessen, was der Mikrofilter allein schafft.
So arbeitet der Aktivkohlefilter
Das Element besteht aus einem nicht gewebten, aktivkohle-imprägnierten Medium. Aktivkohle bindet Öldampf und Geruchsstoffe durch Adsorption an ihrer inneren Oberfläche – sie hält nichts mechanisch zurück, sondern lagert an, und ist irgendwann gesättigt. Damit keine Kohlepartikel mitgerissen werden, sitzt eine Nachfiltration aus Borsilikat-Mikroglasfaser-Gewebe dahinter. Der Betriebsdruck liegt bei maximal 16 bar, der Mindestdruck bei 0 bar mit Handablassventil; die Betriebstemperatur reicht von +1,5 bis +80 °C.
Den passenden Aktivkohlefilter finden
Der Aktivkohlefilter gehört immer hinter einen Mikrofilter, nie davor: flüssiges Öl belegt die Kohle sofort. Anders als Vor- und Mikrofilter gibt es ihn nur in der Standardausführung – ein Differenzdruckmanometer wäre hier auch nutzlos, denn gesättigte Kohle erzeugt keinen höheren Druckverlust. Der Wechsel gehört deshalb nach Betriebsstunden in den Wartungsplan. Die Baugröße folgt dem Durchfluss (583 bis 3.666 l/min bei p₁ = 7 bar).
| Produktgruppe | Anschluss | Baugröße | Max. Druck | Artikel |
|---|---|---|---|---|
| Aktivkohlefilter (AF) airclean | G ¼, G ⅜, G ½, G ¾ | BG 50, BG 60 | 16 bar | 5 |
Typische Anwendungen
- Atem- und Prozessluft mit Geruchsanforderungen
- Lebensmittel-, Getränke- und Verpackungsindustrie
- Pharma- und Medizintechnik
- Lackierkabinen und Beschichtungsanlagen
- Labor- und Analysetechnik
Ihre Vorteile
- Weltweiter Versand aller Druckluftkomponenten und Wartungseinheiten
- Große Lagerbestände für viele Produkte – aktuelle Lieferzeit gerne auf Anfrage
- Ersatzteile und Service-Sets verfügbar
- Schneller Versand per UPS (Paket) oder Spedition (Paletten), auf Wunsch auch als Express
- Umfangreiches Anwendungs-Know-how aus der Praxis
- Persönliche Beratung bei der Auswahl des passenden Bauteils
- Händler erhalten auf Anfrage volumenabhängige Rabatte
- Großunternehmen, Behörden und öffentlicher Dienst können auf Rechnung bestellen (Anfrage über unser Kontaktformular)
Häufige Fragen
Warum gibt es hier kein Differenzdruckmanometer?
Weil es nichts anzeigen würde. Aktivkohle setzt sich nicht mechanisch zu – sie sättigt sich. Der Druckverlust bleibt bis zuletzt niedrig, das Lebensende zeigt sich erst am Geruch. Deshalb wird nach Betriebsstunden gewechselt.
Wozu die Nachfiltration?
Sie hält Kohlepartikel zurück, die sich aus dem Medium lösen könnten. Ohne sie käme Abrieb in die Reinluftseite – gerade bei Lebensmittel- und Lackieranwendungen ein Ausschlusskriterium.
Ist die Luft danach Atemluft?
Der Filter senkt den Restölgehalt auf 0,003 mg/m³, ersetzt aber keine Atemluftanlage mit den dafür vorgeschriebenen Überwachungen. Für Atemluft gelten eigene Normen und Prüfpflichten.
