Mobile Strahlsysteme
Mobile Strahlsysteme von Clemco arbeiten nach dem Wetblast-Prinzip: Strahlmittel und Wasser werden erst nach dem Dosierventil zusammengeführt. Der Staub wird dadurch im Strahlstrahl gebunden, während der Kessel selbst trocken bleibt. Als autorisierte Werksvertretung von Clemco führen wir beide Baugrößen – den Wetblast Flex mit eigenem 500-Liter-Wassertank und den kompakteren Wetblast Flex Kompakt für den Anschluss an eine vorhandene Wasserversorgung.
Wie das Wetblast-Prinzip funktioniert
Bei klassischen Nassstrahlgeräten steht ein Wasser-Strahlmittel-Gemisch im Kessel. Das bedeutet Verschleiß im Kessel und aufwendiges Entleeren und Reinigen nach jeder Schicht. Clemco geht einen anderen Weg:
- Der Strahlkessel wird wie beim Trockenstrahlen mit reinem Strahlmittel befüllt und bleibt trocken.
- Das Wasser wird dem Strahlmittel-Luft-Gemisch erst hinter dem Dosierventil zugeführt.
- Ergebnis: kein Auswaschen des Kessels nach Arbeitsende, deutlich geringerer Verschleiß an Kessel und Dosierventil.
- Das Mischungsverhältnis lässt sich während des Strahlens jederzeit von Hand nachregeln.
Warum staubreduziert strahlen?
Das geschlossene Prinzip senkt die Staubemission auf ein Minimum. Das ist überall dort entscheidend, wo freies Trockenstrahlen praktisch nicht möglich ist:
- Arbeiten im laufenden Betrieb, in Werkhallen oder an Anlagen, die nicht komplett eingehaust werden können.
- Einsätze im bewohnten Umfeld, in der Denkmalpflege und bei Auflagen zur Staubfreisetzung.
- Beschichtungen und Untergründe, bei denen Staubentwicklung ein Gefahrstoffthema ist.
- Geringerer Aufwand für Einhausung, Absaugung und Reinigung der Umgebung.
Wichtig: Auch beim Feuchtstrahlen bleibt die persönliche Schutzausrüstung mit Strahlhelm und Atemluftversorgung erforderlich. Die Erleichterung betrifft die Umgebung und die Staubfreisetzung, nicht den Schutz des Bedieners.
Wetblast Flex oder Wetblast Flex Kompakt?
Beide Geräte arbeiten mit demselben Verfahren, derselben PT-Dosierventil-Technik, HMS-Wasserabscheider, Wolframcarbid-Düse 9,5 mm und 10 m Strahlschlauch. Der Unterschied liegt in der Wasserversorgung und im Platzbedarf.
Wetblast Flex
- Eigener 500-Liter-Wassertank plus 140-Liter-Strahlkessel – autark einsetzbar, auch ohne Wasseranschluss vor Ort.
- Abmessungen 2000 x 1500 x 800 mm, Gewicht 330 kg.
- Transportrahmen mit Staplertaschen und Kranösen.
- Wasserpumpe W-92 mit Filter und Druckpumpe, empfohlener Wasserdruck 2–4 bar.
- Die richtige Wahl für Baustellen und Einsatzorte ohne verlässliche Wasserversorgung.
Wetblast Flex Kompakt
- 100-Liter-Strahlkessel mit Druckregler, ohne eigenen Wassertank – Anschluss an eine Wasserleitung oder eine stehende Wasserquelle, die integrierte Druckpumpe erzeugt den nötigen Druck.
- Abmessungen 1200 x 1100 x 1400 mm – deutlich schmaler und damit auch durch engere Zugänge zu bewegen.
- Stabiler Rahmen mit Staplertaschen und Rollen.
- Wasserpumpe W-92 mit Rückschlagventil, Wasserdruck 0–4 bar, Mindestluftdruck 4 bar.
- Die richtige Wahl für Werkstatt und Halle, wo Wasser ohnehin verfügbar ist und Stellfläche knapp ist.
Drei Betriebsarten mit einem Gerät
- Feuchtstrahlen – mit Wasserzufuhr, für minimale Staubentwicklung.
- Trockenstrahlen – ohne Wasserzufuhr, wenn der Untergrund trocken bleiben muss oder keine Staubauflagen bestehen.
- Abblasen mit reiner Luft – zum Entstauben und Abreinigen des Werkstücks, ohne Strahlmittel.
Die Strahlmittelabschaltung mit Doppelfunktion erlaubt den Wechsel zwischen den Betriebsarten, ohne das Gerät umzurüsten.
Was Sie zusätzlich benötigen
- Druckluft: rund 5 m³/min bei 6 bar mit der serienmäßigen 9,5-mm-Düse, maximal 10 bar. Der Kompressor muss dauerhaft liefern können, nicht nur in der Spitze.
- Wasser: beim Flex Kompakt ein Anschluss oder eine stehende Quelle, beim Flex nur zum Befüllen des Tanks.
- Strahlmittel: alle gängigen Strahlmittel sind einsetzbar.
- Persönliche Schutzausrüstung mit Strahlhelm und Atemluftfilter – im Lieferumfang nicht enthalten.
Zertifikate, Kesselpapiere und Arbeitsschutz
- Strahlgerät und zugehöriger Druckbehälter entsprechen allen gesetzlich vorgeschriebenen deutschen und europäischen Vorgaben.
- Bei Lieferung erhalten Sie die notwendigen Unterlagen: CE-Konformitätserklärung, Konformitätserklärung des Druckbehälters, Betriebsanleitungen für Strahlgerät und Druckbehälter sowie – je nach Ausrüstungsumfang – die CE-Zertifikate der Einzelkomponenten.
- Nur mit diesem vollständigen Dokumentensatz können Sie das Strahlgerät vor der Inbetriebnahme bei TÜV oder DEKRA vorstellen; die prüfende Organisation legt darauf basierend die weiteren Prüfintervalle fest.
Ersatz- und Verschleißteile
- Wir halten sämtliche gängigen Verschleiß- und Ersatzteile sowie Zubehör lagernd – Düsen, Schläuche, Pumpenteile und Filtereinsätze – und liefern sie im Bedarfsfall kurzfristig europaweit.
- Bei Fragen rund um Ihre Strahltechnik beraten wir Sie gerne und erarbeiten auf Wunsch gemeinsam mit Ihnen Vorschläge zur Reduzierung des Verschleißes an Ihrer Anlage.
Doch lieber trocken strahlen?
Wenn keine Staubauflagen bestehen und die höhere Flächenleistung im Vordergrund steht, sind klassische Druckstrahlgeräte die wirtschaftlichere Wahl. Einzelkessel in allen Baugrößen finden Sie unter Clemco Strahlkessel, komplett ausgestattete Pakete inklusive Strahlhelm und Atemluftfilter unter Clemco Strahlsysteme.
Ihre Vorteile bei uns
- Wir sind autorisierte Werksvertretung von Clemco
- Über 35 Jahre Erfahrung mit Clemco Produkten
- Erfahrung in Planung, Einrichtung, Unterhalt und Reparatur von Sandstrahlanlagen
- Umfangreiches Lager an Strahltechnik, Arbeitsschutz, Zubehör und Ersatzteilen
- Weltweiter Versand aller Strahlsysteme, Strahlkessel und Zubehörteile
- Schneller Versand per Spedition (Paletten), auf Wunsch auch als Express
- Persönliche Beratung bei der Auswahl des passenden Strahlkessels und der Anbauteile
- Händler erhalten auf Anfrage volumenabhängige Rabatte
- Großunternehmen, Behörden und öffentlicher Dienst können auf Rechnung bestellen (Anfrage über unser Kontaktformular)
Häufige Fragen zu mobilen Strahlsystemen
Ist Feuchtstrahlen wirklich staubfrei?
Das geschlossene Wetblast-Prinzip senkt die Staubemission auf ein Minimum, es ersetzt aber keine Schutzausrüstung. Strahlhelm mit Atemluftversorgung bleibt vorgeschrieben. Der praktische Gewinn liegt in der Umgebung: weniger Einhausung, weniger Absaugung, weniger Reinigungsaufwand.
Muss der Kessel nach dem Strahlen gereinigt werden?
Nein – das ist der zentrale Unterschied zu Systemen mit Wasser-Strahlmittel-Gemisch im Kessel. Da das Wasser erst hinter dem Dosierventil zugeführt wird, bleibt der Kessel trocken und muss nicht ausgewaschen werden.
Welches Gerät passt zu mir?
Steht am Einsatzort verlässlich Wasser zur Verfügung und ist die Stellfläche knapp, ist der Wetblast Flex Kompakt die richtige Wahl. Auf Baustellen ohne Wasseranschluss spielt der Wetblast Flex mit seinem 500-Liter-Tank seinen Vorteil aus.
Welchen Kompressor brauche ich?
Mit der serienmäßigen 9,5-mm-Wolframcarbid-Düse liegt der Luftverbrauch bei rund 5 m³/min bei 6 bar. Entscheidend ist die Dauerleistung des Kompressors, nicht der Spitzenwert. Sprechen Sie uns vor der Bestellung an, wenn Sie unsicher sind.
Kann ich auch trocken strahlen?
Ja. Beide Geräte arbeiten ohne Wasserzufuhr als normales Druckstrahlgerät und lassen sich zusätzlich zum reinen Abblasen mit Luft nutzen.
